Zusammenfassung des Volksaufstandes in der DDR vom 17. Juni 1953 mit Originalbild- und Tonaufnahmen, vornehmlich aus Berlin. Am Morgen des 17. Juni traten die Belegschaften vieler großer Betriebe in der DDR mit Beginn der Frühschicht in den Streik und formierten sich zu Demonstrationszügen, die sich in die Zentren der größeren Städte richteten. Der RIAS berichtete fast ausschließlich aus Berlin. Tatsächlich kam es in weit über 500 Orten in der DDR zu Streiks, Kundgebungen und Gewalttätigkeiten gegen das DDR-Regime. Die Aufständischen besetzten 11 Kreisratsgebäude, 14 Bürgermeistereien, 7 Kreis- und eine Bezirksleitung der SED. Weiterhin wurden 9 Gefängnisse und 2 Dienstgebäude des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) sowie 8 Polizeireviere, 4 Volkspolizei-Kreisämter (VPKA) und eine Dienststelle der Bezirksbehörde der Deutschen Volkspolizei (BDVP) erstürmt. Mehr als doppelt so viele Einrichtungen wurden bedrängt, die Besetzung gelang jedoch nicht. Die Schwerpunkte lagen in Berlin und den traditionellen Industrieregionen, etwa im Chemiedreieck um Halle, aber auch in den Bezirkshauptstädten Magdeburg, Leipzig und Dresden. Die Zahl der am Protest Beteiligten belief sich auf bis zu 1,5 Millionen. Neben Arbeitsniederlegungen und Demonstrationen kam es an mehreren Orten auch zu Erstürmungen von Haftanstalten und Befreiung von Häftlingen. In Gera kam es zur Stürmung der Stasiuntersuchungshaftanstalt, wobei Inhaftierte freigelassen wurden. Ungefähr 20.000 Menschen
...